Samstag, 13. Dezember 2008

Soutien au Grand Duc du Luxembourg par Elisabeth Montfort



Chers amis,


En moins d’une semaine, nous avons collecté plusieurs milliers de messages de soutien au grand duc Henri de Luxembourg concernant son refus de légaliser l’euthanasie.
Cette première victoire, je vous la dois !


De nombreux médias ont relayé sur l'Internet notre message. A Rome, l'agence Zénit a diffusé notre campagne de soutien à toute sa liste de diffusion, soit plusieurs centaines de milliers de contacts.


Plusieurs dizaines de sites et de blogs relaient notre campagne. http://www.liberte-politique.com/soutien_au_Grand_Duc_du_Luxembourg/php/appel.php


De nombreux internautes ont fait de même sur différents blogs ou sites communautaires tel que FaceBook ou autre…


Devant l’afflux de soutiens provenant de l’Europe entière, nous avons traduit notre message en anglais, en espagnol.


C’est un vaste mouvement de reconnaissance et de gratitude qui converge vers le Grand Duché.
Notre démarche n'a qu'un seul but : dans le respect de la liberté du Grand Duc, témoigner de la détermination d’un grand nombre d’Européens à défendre les valeurs non négociables de la vie.
Dans trois mois, un second vote aura lieu. Nous pouvons encore changer le cours des événements.


Je compte sur votre mobilisation dès aujourd’hui !


Je propose à ceux qui n’ont pas encore apporté leur message de soutien et leur signature au Grand Duc de le faire sans attendre en cliquant
(http://www.liberte-politique.com/soutien_au_Grand_Duc_du_Luxembourg/php/appel.php )


Mais vous pouvez faire encore davantage en :
>>> transférant ce message à vos amis, vos proches, vos collègue (ou en m’envoyant à l’adresse e.monfort@libertepolitique.com la liste des adresses e-mail des personnes susceptibles de nous soutenir. Je leur adresserai un courriel pour qu’ils apportent eux aussi leur soutien au Grand Duc du Luxembourg (je m’engage à ne leur adresser qu’un seul courriel et je détruirai la liste des adresses e-mail et votre message).


>>> relayant le lien de la pétition sur votre site Web, votre Blog, votre réseau Viadeo, Linkin ou FaceBook , vos pages MySpace (http://www.liberte-politique.com/soutien_au_Grand_Duc_du_Luxembourg/php/appel.php )


postant ce même lien sur des forums, des groupes de discussions (http://www.liberte-politique.com/soutien_au_Grand_Duc_du_Luxembourg/php/appel.php )


Vous pouvez également faire un don sur le site libertepolitique.com pour permettre à la Fondation de Service Politique de poursuivre ses campagnes de sensibilisation sur tous les sujets qui touchent au respect de la dignité humaine

J’ai confiance en vous, Il est temps d’agir,

Du fond du cœur, MERCI A TOUS !
Elizabeth Montfort



PS. Sans attendre, faites suivre ce message à votre carnet d’adresses !

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Krebs wird 2010 weltweit zur Haupttodesursache werden

Washington – Krebs wird laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2010 voraussichtlich die weltweit häufigste Todesursache sein. Er werde damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Haupttodesursache ablösen, teilte das WHO-Institut für Krebsforschung (CIRC) am Dienstag (Ortszeit) in Washington mit.

In diesem Jahr würden schätzungsweise zwölf Millionen neue Krebserkrankungen festgestellt, und sieben Millionen Menschen würden an Tumorbildung sterben. Im Jahr 2030 werde es voraussichtlich jährlich 20 bis 26 Millionen neue Krebsfälle geben und 13 bis 17 Millionen Tote.

Besonders betroffen werde die Bevölkerung in ärmeren Ländern wegen eines relativ hohen Tabakkonsums und fettreicher Ernährung sein, hieß es in dem Bericht. Krebs werde weltweit zu einer „echten Herausforderung für die Gesundheitssysteme", vor allem in Afrika, erkläre CIRC-Leiter Peter Boyle.

Bei einem Treffen in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia riefen führende Krebshilfeorganisationen die Regierungen weltweit auf, den Kampf gegen Tabakkonsum zu verstärken und intensiv in die Krebsforschung zu investieren.

- dpa-

Dienstag, 2. Dezember 2008

Euthansie Luxemburg: Regierung und Parlament wollen Aufgaben des Großherzogs bei der Gesetzgebung einschränken

Verfassungsänderung soll Krise verhindern

(vb) – Mit einer Verfassungsänderung wollen Regierung und Parlament eine drohende institutionelle Krise wegen des Euthanasiegesetzes abwenden. Bei einem Treffen einigten sich Staatsminister Jean-Claude Juncker und die Fraktionspräsidenten darauf, die Aufgaben des Großherzogs einzuschränken, so dass dieser neuen Gesetzen nicht mehr zustimmen muss.

Großherzog Henri hatte bekanntgegeben, dass er dass Gesetz zur Legalisierung der Sterbehilfe ablehne und es nicht unterschreiben werde. Das Gesetz wird in der kommenden Woche den Abgeordneten vorgelegt und voraussichtlich in zweiter Lesung verabschiedet.

Juncker drückte am späten Dienstagabend seinen "tiefen Respekt" vor der Haltung des Großherzogs aus. Er vertrete allerdings eine andere Auffassung als das Staatsoberhaupt. Wörtlich sagte Juncker: "Ich denke nicht, dass sich der Großherzog der Entscheidung eines demokratischen Parlaments entgegen setzen kann."

Seine Regierung werde es nicht zu einem "tiefgreifenden Konflikt" mit dem Großherzog kommen lassen, zumal gerade die Finanz- und Wirtschaftskrise die Aufmerksamkeit der Politik erfordere. Deshalb habe man sich zwischen Regierung und Parlament auf eine Verfassungsänderung verständigt.

Im Einzelnen sieht die Änderung vor, eine der zwei Aufgaben des Großherzogs bei der Gesetzesgebung zu streichen. Zurzeit sieht die Verfassung die Billigung ("Sanction") und die Verkündung ("Promulgation") vor. Die erste Funktion soll gestrichen und der entsprechende Paragraph 34 abgeschafft werden. Die zweite, rein formale Funktion soll dagegen beibehalten werden.

Änderung im Schnellverfahren

Die Fraktionsvertreter und der Staatsminister kamen erst nach langen Verhandlungen und mit Verzögerungen zu dieser Entscheidung. Die Stimmung nach der Sitzung war gedrückt. "Ich bedauere zutiefst, dass wir zu diesem Schritt kommen müssen", sagte Juncker. Parlamentarier sprachen von einem "schlechten Tag für Luxemburg".

Die Verfassungsänderung soll im Schnellverfahren durchgezogen werden, so dass das Euthanasiegesetz ungehindert in Kraft treten kann. Dazu sind laut Gesetz drei Monate nach der endgültigen Abstimmung des Parlaments Zeit. Die Verfassungsänderung soll also bis spätestens März über die Bühne gehen. CSV-Fraktionschef sagte, es werde im besten Fall nicht länger als eine Woche dauern, bis der Paragraph 34 gestrichen werden könne.

- Victor Braun Luxemburger Wort - Mehr unter www.wort.lu

Euthanasie in Luxemburg: Déi Gréng und LSAP wollen Gesetz durchziehen, egal wie

Politiker besorgt über Erklärung des Großherzogs

Die Erklärung von Großherzog Henri, er werde das Euthanasiegesetz nicht unterschreiben, sorgt in Parlament und Regierung für Kopfzerbrechen. Premierminister Juncker warnte vor einer Staatskrise. "Wir befinden uns gegenwärtig in einer Wirtschaftskrise, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht erlebt haben. Wir brauchen jetzt nicht noch eine institutionelle Krise dazu", sagte Juncker im Gespräch mit Radio DNR.

Er selbst sei in der Frage des Euthanasiegesetzes anderer Meinung als der Großherzog, betonte der Premierminister. Wenn das Parlament ein Gesetz verabschiedet habe, dann müsse es auch in Kraft treten.

Ben Fayot (LSAP) sagte, es sei in Luxemburg Tradition, dass der Großherzog sich nicht in politische Auseinandersetzungen einmische. "Dass er seine Unterschrift unter einem Gesetz verweigert, ist eigentlich nicht möglich", meinte Fayot.

Grünen-Fraktionschef François Bausch kann sich "nicht vorstellen, dass Großherzog Henri das Gesetz nicht unterschreibt". Damit werde er seinem Amt nicht gerecht, dass eine neutrale Stellung des Staatsoberhaupts vorsieht. Das Parlament solle sich jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen und das Euthanasiegesetz in die zweite Abstimmung bringen.

“Bislang ist der Prozess ausschließlich demokratisch verlaufen. In unseren Augen darf der Großherzog seine neutrale Position den Gesetzen gegenüber nicht aufgeben. Der normale legislative Weg sollte eingehalten werden, es muss zu einer zweiten Abstimmung kommen”, sagte Jean Huss, Abgeordneter von “Déi Gréng”.


(vb) – copyright Luxemburg Wort www.wort.lu

Euthanasie in Luxemburg -Großherzog Jean verweigert seine Unterschrift

Euthanasie-Gesetz in Luxemburg

Ein Gesetz ist laut Verfassung erst gültig, wenn das Staatsoberhaupt seine Unterschrift darunter setzt.

Großherzog Henri hat angekündigt, das Gesetz über Euthanasie und Hilfe zur Selbsttötung aus Gewissensgründen nicht unterschreiben zu wollen. Das bestätigte Premierminister Jean-Claude Juncker am späten Dienstagvormittag gegenüber Radio DNR. Damit könnte der umstrittene Gesetzestext, der kommende Woche in zweiter Lesung verabschiedet werden soll, nicht in Kraft treten.

Der Premierminister wird eigenen Aussagen zufolge am Nachmittag Gespräche mit den Präsidenten der vier Fraktionen im Parlament führen. Juncker sagte wörtlich: "Ich werde alles tun, um eine institutionelle Krise zu verhindern."
Knappe Abstimmung

Das Gesetz über die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe war am 19. Februar in einer äußerst knappen Abstimmung in erster Lesung verabschiedet worden. 30 Parlamentarier stimmten dafür, 26 waren dagegen. Laut Gesetzentwurf kann ein Arzt Sterbehilfe gewähren, und zwar sowohl durch einen aktiven Beitrag (Tötung auf Verlangen) als auch durch Assistenz (ärztlich assistierter Suizid).


Beispiellose Situation

Laut Verfassung ist ein Gesetz erst dann gültig, wenn das Staatsoberhaupt seine Unterschrift darunter setzt. LSAP-Fraktionschef Ben Fayot unterstrich, dass es sich um eine noch nie dagewesene Situation handele: "Das ist ein völlig neues institutionelles Moment." Die Parteien finden sich im Laufe des Tages zu Beratungen zusammen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Es wäre das erste Mal in der Geschichte des Landes, dass ein Großherzog die Unterschrift unter einem fertigen Gesetz verweigert. Zuletzt hatte sich Großherzogin Maria-Adelheid (1894 - 1924) in die Regierungsgeschäfte eingemischt und zum Beispiel das Schulgesetz von 1912 mit Verzögerung in Kraft treten lassen.

Gesetz verfällt nach drei Monaten

Nach Darstellung von Paul-Henri Meyers, Präsident der parlamentarischen Kommission für die Instututionen, wirft der vorliegende Fall mehrere Probleme auf. Dass ein Großherzog ein fertiges Gesetz nicht unterschreibt, sei so ungewöhnlich, dass diese Möglichkeit gar nicht in der Verfassung vorgesehen ist. Wenn der Großherzog das Gesetz innerhalb von drei Monaten nicht unterschreibe, verfällt es nach Meyers Darstellung und wird wirkungslos. Die Abgeordnetenkammer könne keine weiteren Schritte unternehmen, weil ihre Aufgabe mit der Abstimmung beendet sei.


(vb) – copyright Luxemburger Wort Mehr unter www.wort.lu

Montag, 1. Dezember 2008

Fastfood fördert womöglich Alzheimer

Eine zucker- und fettreiche Ernährung steigert laut einer Studie möglicherweise die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken.

Schwedische Wissenschaftler, die genetisch veränderte Mäuse neun Monate lang mit süßen, fetten und cholesterinsteigernden Nahrungsmitteln fütterten, entdeckten in deren Gehirn eine chemische Veränderung ähnlich derjenigen bei Alzheimer-Patienten.

Wie das Karolinska-Forschungsinstitut in Stockholm am Freitag mitteilte, war eine Zunahme von Phosphaten zu beobachten, durch die bestimmte Zellen in ihrer normalen Funktionsweise behindert wurden.

Die spezifische Ernährung führte zugleich zu einer Verminderung eines für die Gedächtnisleistung bedeutsamen Gehirnproteins namens Arc, wie Susanne Akterin und ihr Team in einer Studie herausfanden.

Die genetische Veränderung der Versuchstiere diente dem Ziel, die Wirkung einer Variante des menschlichen Gens apoE4 nachzuahmen, das als größter Risikofaktor für das Demenzleiden gilt und unter anderem am Cholesterintransport beteiligt ist.

Von Alzheimer und ähnlichen Störungen sind weltweit mehr als 24 Millionen Menschen betroffen, wobei sich deren Zahl laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „alle 20 Jahre verdoppeln“ wird.

© afp/aerzteblatt.de

Non-Hodgkin-Lymphom: Gene aus der Umgebung bestimmen Prognose

Beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) beeinflussen nicht nur die Gene der Krebszellen das Ansprechen auf die Therapie und damit die Prognose. Von großer Bedeutung ist nach einer Studie im New England Journal of Medicine (NEJM 2008; 359: 2313-23) auch das Genprofil des nicht malignen Stromagewebes.

Das DLBCL hat einen Anteil von etwa 30 Prozent an den Non-Hodgkin-Lymphomen. Die Chemotherapie nach dem CHOP-Schema (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin undPrednison) bietet gute Behandlungschancen, die in den letzten Jahren durch den Zusatz von Rituximab (R-CHOP) noch verbessert werden konnten.

Etwa 50 bis 60 Prozent der Patienten können heute geheilt werden. Warum die Therapie in den anderen Fällen versagt, versucht das Lymphoma/Leukemia Molecular Profiling Project, eine internationale Forschergruppe (mit deutscher Beteiligung) durch Analyse der Tumorgene herauszufinden.

Die Gruppe um Louis Staudt vom US-National Cancer Institute in Bethesda/Maryland analysierte Tausende von Genen, die im Tumor – bestehend auf den Lyphomzellen und dem Stroma – in Proteine abgelesen (exprimiert) werden und setzte sie mit den Ergebnissen von CHOP und R-CHOP in Beziehung. Dabei stießen sie auf drei Genexpressionssignaturen, die sie als „germinal-center B-cell”, „stromal-1” und „stromal-2” bezeichnen.

Die Existenz von „germinal-center B-cell” war keine Überraschung, wohl aber die beiden anderen Stroma-Signaturen. Denn diese Zellen, das können die Forscher exakt nachweisen, gehören zwar zum Tumor, nicht aber zum Krebs. Es handelt sich teilweise um Abwehrzellen, teilweise um Bestandteile des Bindegewebes.

Die Konsequenzen der beiden stromalen Gensignaturen sind gegensätzlich: „stromal-1” verbesserte, „stromal-2” verschlechterte die Heilungsraten sowohl bei CHOP als auch bei R-CHOP. Die Gene der Signatur „stromal-1” befinden sich nach Angaben von Staudt nicht nur in den Zellen der extrazellulären Matrix, die gewissermaßen das passive Baugerüst des Malignoms bilden, sondern auch auf vielen im Lymphom vorhandenen (nicht transformierten) Makrophagen, die aktiv an einer körpereigenen Tumorabwehr beteiligt sein könnten.

Die Gene der Signatur „stromal-2” wurden dagegen in Lymphomen gefunden, die sehr stark vaskularisiert waren. Dass die Angiogenese das Wachstum von Tumoren fördert, ist bekannt. Sie ist auch die Grundlage der Wirkung von Angiogenesehemmern wie Bevacizumab.

Eine mögliche Anregung der Studie könnte nach Ansicht der Editorialistin Charis Eng von der Cleveland Clinic darin bestehen, die Wirkung von Angiogenesehemmern beim DLBCL in künftigen Studien zu untersuchen (NEJM 2008; 359: 2379-81).


Abstract der Studie http://content.nejm.org/cgi/content/short/359/22/2313

Pressemitteilung des National Cancer Institute http://www.cancer.gov/newscenter/pressreleases/RCHOPLymphomaStaudt

Lymphoma/Leukemia Molecular Profiling Project http://llmpp.nih.gov/lymphoma/

Abb: Menschliche Lymphomzellen (400fach vergrößert) http://www.cancer.gov/images/Documents/49c62fd1-7c96-417d-80dd-8b2cd2a08910/nci-vol-2335-150.jpg


© rme/aerzteblatt.de

Donnerstag, 13. November 2008

EU-Kommission will Behandlung seltener Krankheiten verbessern

Brüssel –11. November 2008

Schätzungsweise 36 Millionen EU-Bürger leiden nach Angabe der Europäischen Kommission an einer seltenen Erkrankung. Viele Patienten lebten oft jahrelang in Ungewissheit, bis ihre Krankheit richtig diagnostiziert würde. Durch eine engere Zusammenarbeit der EU-Länder bei der Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Forschung will die Kommission die Bekämpfung seltener Erkrankungen vorantreiben.

„Wir wollen die Betroffenen aus ihrem Schattendasein herausholen“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou bei der Vorstellung einer entsprechenden Strategie der Behörde am Dienstag in Brüssel.

So sollen die Mitgliedstaaten sektorübergreifende einzelstaatliche Aktionspläne zur Bekämpfung seltener Krankheiten entwickeln und ihr Expertenwissen EU-weit, beispielsweise über europäische Referenznetze, zugänglich machen. Entsprechende Regelungen hierzu sieht der Richtlinienvorschlag zur Ausübung der Patientenrechte bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung vor.

Für den Informationsaustausch sollen nach den Vorstellungen der Kommission verstärkt Kommunikationstechnologien wie die Gesundheitstelematik zum Einsatz kommen. Ferne will die Behörde die Mitgliedstaaten dazu anregen, ein gemeinschafsweites Kodierungs- und Klassifizierungssystem einzurichten.

Ein breiteres Augenmerk soll auch der Entwicklung von Arzneimitteln zur Behandlung seltener Erkrankungen gelten. Pharmaherstellern fehlten oft Anreize, Therapien für seltene Erkrankungen zu entwickeln, so Vassiliou. Für die etwa 5.000 bis 8.000 bereits bekannten seltenen Krankheiten existieren der Behörde zufolge EU-weit rund 45 Therapieoptionen.

© ps/aerzteblatt.de

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Wie Internetsurfen die Gehirnleistung fördert

Links Gehirnaktivität beim Buchlesen - Rechts ...bei Internetsuche

Die Nutzung des Internets wirkt sich positiv auf das Leistungsvermögen des Gehirns der Surfer aus. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen US-Forscher der University of California in Los Angeles (UCLA).

Vor allem bei älteren Menschen hätten verschiedene Tests positive Effekte der Internetnutzung bestätigt. Die Suche im Internet sei ein äußerst geeignetes Training, um Alterserscheinungen vorzubeugen, schreiben die Wissenschaftler im Rahmen der Vorstellung ihrer Untersuchungsergebnisse.

Altersbedingter kognitiver Abbau kann sich unter anderem in einem schlechteren Gedächtnis und einer langsameren Verarbeitungsgeschwindigkeit äußern. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass lebenslange geistige Aktivität einen schützenden Effekt auf das Gehirn ausübt und dem Abbau entgegenwirkt. Lesen Sie dazu mehr in unserer Rubrik Vorbeugen.

Auch der für die aktuelle Studie verantwortliche UCLA-Professor Gary Small führt an, dass geistig anregende Aktivitäten helfen können, die Leistungsfähigkeit des Gehirns und die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Zu diesen Aktivitäten zählten zum Beispiel das Lösen von Kreuzworträtseln oder andere Denkspiele.

„Mit dem Fortschritt der Technik beschäftigt sich die Forschung zunehmend mit den Auswirkungen der Computernutzung und somit auch mit der Internetnutzung. Unsere Studie zeigt, dass die Internettechnologie durchaus auch positive Effekte auf die menschliche Gesundheit haben kann“, so Small.

Details zum Forschungsprojekt
Im Rahmen des Projekts wurden 24 Probanden im Alter von 55 bis 76 Jahren untersucht. Die Hälfte der Probanden hatte bereits Erfahrungen mit dem Internet gesammelt. Während die Probanden entweder in einem Buch lasen oder eine Internetsuche ausführten, wurde Ihre Gehirnaktivität mithilfe von Magnet-Resonanz Bildgebung aufgezeichnet und später ausgewertet.

Die Daten zeigten bei allen Probanden während des Lesens eine deutliche Aktivierung der Gehirnregionen, die die Sprache, das Lesen, das Gedächtnis und visuelle Funktionen kontrollieren.

Bei der Auswertung der Internetsuche zeigte sich ein großer Unterschied zwischen den erfahrenen und weniger erfahrenen Internetnutzern. Zwar zeigte sich bei allen Probanden dieselbe Gehirnaktivität, die auch beim Lesen eines Buches registriert wurde, jedoch konnte nur bei den erfahrenen Nutzern die zusätzliche Aktivierung von Regionen, die die Entscheidungsfindung und das komplexe logische Denken steuern, beobachtet werden. Verglichen mit weniger erfahrenen Surfern, konnte bei erfahrenen Internetnutzern ein doppelt so hoher Anstieg der Gehirnaktivität beobachtet werden.

Laut Professor Small seien die Studienergebnisse vor allem für Menschen mittleren und hohen Alters ermutigend. Diese könnten das Surfen im Web als Trainingsmethode einsetzen, um einem späteren Abfall des geistigen Leistungsvermögens rechtzeitig vorzubeugen. "Im Internet nach Informationen zu suchen, stellt für das Gehirn einen komplexen Entscheidungsprozess dar, der seine Funktionen deutlich verbessert", stellt Small fest.

Hierbei würden Hirnregionen aktiviert, die selbst beim Lesen unbeteiligt bleiben. Die geringere Gehirnaktivität der weniger erfahrenen Nutzer, sei der Tatsache zuzuschreiben, dass Menschen, die etwas Neues lernen, nicht sofort alle für die Bewältigung einer Aufgabe notwendigen Strategien parat haben. „Mit etwas mehr Erfahrung sollte sich dasselbe Aktivitätsmuster nachweisen lassen, als bei den erfahrenen Nutzern“, so Small.

Surfen als Patentrezept gegen Alterserscheinungen?

"Es ist prinzipiell so, dass manche Tätigkeiten das Gehirn mehr fordern als andere. Das Surfen im Internet ist sicherlich etwas, das in dieser Hinsicht einige Herausforderungen für die Nutzer bereithält", betont Alexander Maye, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in einem Gespräch mit pressetext.de.

So erfordere die Internetnutzung beispielsweise ein Mindestmaß an Orientierung und eine schnelle Auffassungsgabe. "Einen Zusammenhang zwischen dem Internetsurfen und einer gesteigerten Hirnaktivität halte ich deshalb für plausibel", meint Maye. Auch eigene Forschungsergebnisse des Instituts seien mit den Ergebnissen der kalifornischen Wissenschaftler kompatibel.

Die Resultate der UCLA-Studie müssten aber auch mit Vorsicht genossen werden. "Die Menschen müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Beschäftigung mit dem Internet alleine sicherlich nicht ausreicht, um etwaigen Leistungsverlusten des Gehirns im Alter vorzubeugen", stellt Maye klar.

Mindestens ebenso wichtig für das Training der eigenen Gehirn-Fitness seien soziale Tätigkeiten. "Das menschliche Gehirn reagiert auf Reize aus der Umwelt. Der soziale Kontakt zu anderen Menschen, wie er etwa durch ein Gespräch zustande kommt, ist in diesem Zusammenhang meiner Ansicht nach durch nichts zu ersetzen", so Maye abschließend.

Quellen:
• University of California: Link http://newsroom.ucla.edu/portal/ucla/ucla-study-finds-that-searching-64348.aspx
• www.pressetext.de

Photos copyright Aerzteblatt

Freitag, 26. September 2008

EU Richtlinie zu den Patientenrechten

Europaabgeordnete sehen großen Diskussionsbedarf über Richtlinie zu den Patientenrechten

Europaparlament (EP) gehen die Meinungen über den Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission zur Stärkung der Rechte der Patienten bei grenzüberschreitenden Behandlungen in der Europäischen Union (EU) auseinander. Dies wurde bei einer ersten Diskussion des Papiers im Plenum des EP deutlich.

Zwar begrüßt die Mehrheit der Europaabgeordneten, dass endlich ein Richtlinientext vorliegt. Ferner unterstrichen die Abgeordneten fast einhellig, dass das Regelwerk das Recht der Mitgliedstaaten, die Finanzierung und Organisation der nationalen Gesundheitssysteme autonom zu regeln, nicht antasten dürfe. Besonders strittig dürfte nach Meinung vieler Europaparlamentarier daher werden, ob und unter welchen Bedingungen die Länder Vorabgenehmigung für grenzüberschreitende Krankenhausbehandlungen verlangen dürfen.

Sozialdemokratische und linke Politiker äußerten zudem die Sorge, dass die Richtlinie zu einer Versorgung der zwei Geschwindigkeiten innerhalb der EU führen könne, da wohlhabende EU-Bürger mehr von der Öffnung der Gesundheitsmärkte profitieren könnten als finanziell schlechter gestellte Patienten.

Die Debatte machte aber auch deutlich, dass der Vorschlag etliche Detailfragen aufwirft, die es im Gesetzgebungsprozess zu klären gilt. Als Beispiel nannte John Bowis von der christlich-konservativen Fraktion des EP die von der Kommission vorgeschlagene Möglichkeit, grenzüberschreitend Rezepte einlösen zu können.

„Es ist wichtig, dass wir uns jetzt auf das konzentrieren, worum es bei der Richtlinie geht: nämlich um Patienten, die sich in der EU bewegen und nicht um Dienstleistungen, die wandern“; sagte Dagmar Roth-Behrendt von den europäischen Sozialisten. Die Richtlinie müsse vor allem sicherstellen, dass sich die Patienten umfassend über ihre Rechte bei Auslandsbehandlungen informieren können.

Ferner müsse Transparenz darüber hergestellt werden, wo in der EU die jeweils besten und erfolgreichsten Spezialisten sind, so die SPD-Politikerin. „Wenn die Richtlinie schließlich dazu führt, dass sich in Teilen der EU auch die Qualität und der Zugang zu Behandlungen verbessert, ist dies ein wundervoller und gewollter Nebeneffekt“, so Roth-Behrendt abschließend.

Jules Maaten von den Liberalen wiederum warnte davor, eine rein ideologische Debatte über den Richtlinienvorschlag zu führen. Die Frage sei nicht, ob es einen freien Markt für Gesundheitsdienstleistungen in der EU geben soll, sondern wie sich die grenzüberschreitende Versorgung im Interesse der Patienten verbessern lasse. „Hier sollten wir alle Möglichkeiten, die uns die EU bietet, nutzen“, so Maaten. Dies gelte beispielsweise für die Behandlung seltener Erkrankungen.

Evelyne Gebhardt von den Sozialisten betonte, dass bei aller Notwendigkeit, Hindernisse bei der grenzüberschreitenden Versorgung abzubauen, eine optimale Versorgung in unmittelbarer Nähe des Wohnorts des Patienten weiterhin Priorität genießen müsse. © ps/aerzteblatt.de

Donnerstag, 25. September 2008 dpa

Freitag, 12. September 2008

Mittelmeerkost schützt auch vor Krebs, Alzheimer und Parkinson

Eine mediterrane Kost schützt nicht nur vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einer neuen Meta-Analyse im britischen Ärzteblatt (BMJ 2008; 337; a1344) beugt er auch Krebs sowie Alzheimer und Parkinson vor – vorausgesetzt, die Personen halten die Kost auch ein.

Um es vorwegzunehmen: Eine Pizza Salami und ein Latte Macchiato entsprechen ebenso wenig der mediterranen Kost, wie ein Hamburger vegetarisch ist. Rotes Fleisch, Milchprodukte (und natürlich auch die Buletten im Hamburger) führen im Adhärenz-Score, den Francesco Sofi und Mitarbeiter von der Universität Florenz aufgestellt haben, zum Punktabzug.

Pluspunkte gab es dagegen bei einem überdurchschnittlichen Verzehr von Olivenöl, Obst, Gemüse, Getreideprodukten, Nüssen und Fisch. Nur wer sich strikt an diese Ernährungsvorgaben hält, kann nach der Meta-Analyse aus zwölf Studien mit 1,5 Millionen Teilnehmern und einer Nachbeobachtungszeit von drei bis 18 Jahren, auf ein verlängertes Leben hoffen.

Nach den Berechnungen von Sofi senkt die mediterrane Diät die Gesamtsterblichkeit um neun Prozent (relatives Risiko RR 0,91; 0,89-0,94). Dies ist bedingt durch den Rückgang der kardiovaskulären Sterblichkeit um neun Prozent (RR 0,91; 0,87-0,95) sowie einem Rückgang der Krebssterblichkeit um 6 Prozent (RR 0,94; 0,92-0,96). Sogar um 13 Prozent sinkt die Sterblichkeit an Morbus Parkinson und Morbus Alzheimer (RR 0,87; 0,80-0,96).

Die protektive Wirkung war in Sensitivitäts-Analysen in beiden Geschlechtern vorhanden. Sie bestand in Europa gleichermaßen wie in den USA und Australien. Studien mit hoher oder niedriger Qualität und mit kürzeren und längeren Beobachtungszeiten kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

© rme/aerzteblatt.de

Donnerstag, 5. Juni 2008

Klares Nein der deutschen Ärzte zu Sterbehilfe

Frank Ulrich Montgomery /ddp


Das klare Nein der deutschen Ärzteschaft zu aktiver Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung nach dem Schweizer Vorbild hat der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, bekräftigt. Auch die politische Zustimmung zum Schweizer Modell sinke in der Bundesrepublik, sagte er am Mittwoch in Berlin.


Montgomery forderte einen Ausbau der Palliativmedizin, die sterbenskranken Menschen medizinische, psychologische und geistliche Hilfe in der letzten Lebensphase bietet. Die Medizin habe zu lange und zu viel auf Technik und Apparate gesetzt.



Sie sei aber dabei, ihre Ausrichtung zu korrigieren, sagte der Mediziner. Wer sich anschaue, wie wenig sich die Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas um Betroffene kümmere, müsse zu dem Schluss kommen, dass die Schweizer Lösung alles andere als vernünftig oder human sei.


Dagegen verteidigte der frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch den von ihm beworbenen Apparat zur Unterstützung von Selbsttötungen. Es gebe in Deutschland eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Menschen, die in ihrem Bekanntenkreis verständnisvolle Ärzte hätten, könnten auf medizinischen Beistand beim Sterben hoffen.


Kusch plädierte für eine Zulassung der aktiven Sterbehilfe nach niederländischem und belgischem Modell. Allerdings sei das in Deutschland derzeit nicht durchsetzbar. Man müsse deshalb „Schritt für Schritt" vorgehen und zunächst nach dem Muster der Schweiz die Beihilfe zur Selbsttötung straffrei stellen.


Der Jurist betonte, er habe sich nach der Vorstellung seiner Injektionsmaschine im März vor Anfragen kaum retten können. Es handele sich dabei meist um Menschen, die noch gar nicht unter unerträglichen Schmerzen litten, sondern um Personen, die Angst vor Einsamkeit, Kontrollverlust oder der Bedrohung ihrer Selbstständigkeit hätten.


© kna/aerzteblatt.



Blogger KIM's Anmerkung: Wundern tut es auch nicht, dass gerade Personen fragen die noch nicht unter unerträglichen Schmerzen litten, denn genau aus dem "Unwissen" kann nur solch ein Gedanke entspringen.


Wären meine Ärzte und Professoren bei meinen doch zahlreichen Krebsoperationen und Behandlungen Befürworter der aktiven Sterbehilfe, sprich EUTHANASIE gewesen, hätte ich mich NIE in deren Hände begeben.


Bei solchen OP's und Krankheiten verlaesst einem auch der Mut, man leidet an Depressionen - doch ist man froh, dass man von verständnisvollen Ärzten geholfen kriegt, anstatt gleich feige nach einer "Injektionsmaschine" zu rufen.


Heute kann ich sagen, dass ich meine Krankheiten sogar eher als Geschenk ansehe, denn ich habe gelernt die Welt mit anderen Augen zu sehen.


Blender, Heuchler, Smalltalker sind Zeitverschwendung geworden!


Das Leben ist jeden Tag aufs Neue schoen ! und ich freue mich in meinen doch noch jungen Jahren die Gabe erhalten zu haben, wieder die kleinen Dinge des Lebens zu sehen!

Das LEBEN lebenswert machen sollte fuer ALLE AN ERSTER STELLE STEHEN. Sterben gehoert zum Leben wie die Geburt. Wurden wir da gefragt?.-)

PLUS, in einer Zeit wo soviele Menschen verhungern wie NIE, sollten doch bitte solche Befüworter ihrer ach so gepriesenen "Selbststaendigkeit", kurz überlegen was sie sagen. Denn keiner von den Armen oder Hungernden MENSCHEN wurden gefragt, wo sie geboren werden wollen.
photo by MaP

Mittwoch, 4. Juni 2008

Palliativmedezin in Luxemburg Informationsabend Echternach



Palliativmedezin in Luxemburg Informationsabend Echternach


Informationsabend zum Thema Palliativmedezin in Echternach, Hihof

Wann
Donnerstag 5. Juni 2008 20:00 Uhr


Echternach Hihof



Größere Kartenansicht

Palliativmedezin in Luxemburg - Informationsabend Diekirch




Informationsabend zum Thema Palliativmedezin in Diekirch, Aal Hotelschoul

Donnerstag 12. Juni 2008 20 Uhr


DIEKIRCH Aal Hotelschoul




Größere Kartenansicht

Mittwoch, 9. April 2008

Euthanasie Luxemburg - unbequeme CSV Mitglieder ausgewechselt?

copyright Luxemburger Wort vom 9.4.2008 Mehr Informationen auf www.wort.lu

Da es hier in dem Blog um Krebs geht, will ich mich nicht politisch auslassen!!!!
Nur kommt man hier ins Grübeln.

Ich weise nochmal darauf hin, dass das hier ein persoenlicher Blog ist und ich kein Geld damit verdienen will, aber wo ich mir erlaube bei dem Thema Euthanasie meinen Beitrag, naemlich das GEGEN voll zu vertreten!

Mir könnte es im Grunde genommen egal sein, was die eine oder andere Partei macht oder nicht, aber wenn derselbe Fraktionspräsidenten sogar ein Referendum einrufen will, damit die Luxemburger entscheiden können, ob sie nun als Landesflagge lieber die gewohnte "Tricolore" oder doch den "Roten Löwen" (belgische Provinz Luxemburg) haben wollen ... und hier wird das nicht gefordert, dann stelle ich mir tausend Fragen. Und ich nicht alleine!

Sind Menschenleben denn weniger wert? Was ist der kranke oder/und alte Mensch denn in unserer Gesellschaft? Wo ist sein Platz?

Euthanasie à Luxembourg - Plaidoyer contre...




copyright Luxemburger Wort plus d'informations sur leur site web http://www.wort.lu/

Euthanasie Luxemburg Nein Liste 5 + 6




Listen im Luxemburger Wort Mehr Informationen auf www.wort.lu

Mittwoch, 2. April 2008

Euthanasie Luxemburg NEIN Liste 4


Euthanasie Luxemburg NEIN Liste 4 copyright Luxemburger Wort
Mehr Informationen auf www.wort.lu

Private Anmerkung: die ueber 500 JA - Befragten von einer luxemburger Zeitung (schliesslich darf man nicht vergessen, dass GENAU DIESE AUSSAGEN gewertet wurden! und in der Chamber gesagt wurde 3/4 der Luxemburger sind dafür.)

Also mit jetzt veröffentlichten 1200 NEIN Unterschriften.... na da muss man wohl höhere Studien gemacht haben, um noch die Prozentzahl der Luxemburger auszurechnen die dagegen sind! Nur auf die Aussagen bin ich gespannt?
Denn unter den Teppich kehren kann man diesen Fakt jetzt nicht mehr! Oder?

Dann muss als naechstes Luxemburg nicht vergessen den Schritt zu tun, die in Luxemburg taetigen Ärzte von Ihrem EID zu entbinden !?!


Das wäre kein Liechtenstein Skandal, aber dann ein Anderer!

Ich glaube wir haben soviel Freiheiten, auch die Freiheit zu sterben "wie wir wollen" naemlich wenn wir den Mut haben und Selbstmord begehen! Nur dazu gehoert auch wieder sehr viel MUT. Man darf dann aber nicht wie die arme totkranke Frau in Frankreich gegen Selbstmord sein und von den Aerzten verlangen, dass sie einen umbringen!

Euthanasie Luxemburg Nein Liste 3



Euthanasie Luxemburg NEIN - Palliativ JO -- copyright Luxemburger Wort
Mehr Informationen auch auf www.wort.lu

Euthanasie Luxemburg Nein Liste 2


copyright Luxemburger Wort mehr Informationen auf www.wort.lu

Dienstag, 1. April 2008

Tai Chi und Qigong

Tai Chi bessert metabolisches Syndrom und Typ-II-Diabetes-mellitus


Für Menschen mit Typ-II-Diabetes- mellitus, die sich für Jogging, Radfahren oder andere Sportarten nicht erwärmen können, könnte Tai Chi Chuan, das traditionelle chinesische Schattenboxen, eine Möglichkeit sein, ihren Blutzucker zu stabilisieren.

Die langsamen Bewegungsabläufe beim Tai Chi Chuan wirken für Außenstehende nicht unbedingt sportlich, sie fördern jedoch die Beweglichkeit und verbrauchen Kalorien, sodass Sportmediziner sie als mäßige sportliche Tätigkeit einstufen, welche Diabetologen allen Menschen mit Typ-II-Diabetes-mellitus (und jenen mit Prädiabetes) empfehlen. Zwei Studien im British Journal of Sports Medicine (Onlineausgaben) zeigen, dass die Sportart durchaus ein präventives Potenzial hat.

In einer Studie aus Taiwan wurden 30 Personen mit Typ-II-Diabetes-mellitus in 37 Übungen des Schattenboxens eingeführt. Nach dem 12-wöchigen Trainingsprogramm - drei Stunden pro Woche – hatte sich der Hämoglobinwert der Diabetiker von 7,59 Prozent auf 7,16 Prozent gebessert und damit der Grenze von sieben Prozent angenähert, die viele Diabetologen für ausreichend halten.

Die Übungen verdoppelten außerdem die Konzentration von Interleukin-12, einem Zytokin der Immunabwehr, dem positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Konzentration von Interleukin-4, das bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielt, wurde hingegen gesenkt.

Dass Schattenboxen auch außerhalb Chinas eine Wirkung erzielt, zeigt eine Studie aus Brisbane in Australien. Die 13 Teilnehmer der Studie, Erwachsene mit metabolischem Syndrom, durchliefen ebenfalls ein zwölfwöchiges Trainingsprogramm, in dem sie entweder Tai Chi Chuan oder Qigong (eine verwandte chinesische Kampfkunst) erlernten. Auf dem Stundenplan standen dreimal die Woche bis zu 1,5 Stunden, was immerhin eine Abnahme des Körpergewichts um drei Kilogramm zur Folge hatte. Der Bauchumfang ging um drei Zentimeter zurück. Auch der Blutdruck wurde gesenkt und zwar (nach Angabe in der Pressemitteilung) stärker als von der Gewichtsreduktion her zu erwarten gewesen wäre.

Drei Teilnehmer erfüllten am Ende des Trainingsprogramms nicht mehr die Kriterien des metabolischen Syndroms. Alle gaben auch eine Verbesserung des Schlafes und weniger Heißhunger an. Die beiden Studien mögen nicht alle Anforderungen einer evidenzbasierten Medizin erfüllen. Aus diabetologischer Sicht ist es jedoch unwichtig, auf welche Weise die Patienten den Anforderungen mäßiger körperlicher Tätigkeit über 30 Minuten an fünf Tagen der Woche nach kommen.

Die britische Diabetesstiftung Diabetes UK hält es nicht für ausgeschlossen, dass die entspannende Wirkung von Tai Chi Chuan oder Qigong einen zusätzlichen positiven Einfluss auf das Immunsystem hat.

© rme/aerzteblatt.de www.aerzteblatt.de

Samstag, 29. März 2008

Fadenwurmmolekül hilft gegen Bronchialkarzinom

Freitag, 28. März 2008

New Haven – Ein Molekül namens let-7 kann in Zukunft zur wirksamen Therapie des Bronchialkarzinoms beitragen. Wissenschaftler der Yale University ermittelten dies in einer Studie, die sie im Fachblatt „Cell Cycle“ publizierten (2008; 6: 2585-2590.)

Alleine in den USA sind jährlich etwa eineinhalb Million Menschen von Krebs betroffen. Das Bronchialkarzinom ist dabei die häufigste und tödlichste Form weltweit. „Wir glauben, dass dies der erste Bericht darüber ist, dass ein sogenanntes miRNA einen nützlichen Effekt auf irgendeine Art von Krebs hat“, führte Seniorautor Frank Slack aus.

Slacks Arbeitsgruppe hatten das miRNA-Molekül let-7 ursprünglich in C. elegans (Caenorhabditis elegans) entdeckt. Dieser Fadenwurm dient in Studien zur Bestimmung von Entwicklung, Alterung, Alter und Wachstum bei Organismen.

Bei weiteren Experimenten mit let-7 stellten die Yale-Forscher fest, dass es bei Menschen das RAS-Onkogen, eine Determinante des menschlichen Bronchialkarzinoms herunter reguliert.

In ihrer aktuellen Studie konnten die Forscher zeigen, dass let-7 das Lungenkrebszellwachstum sowohl in Zellkulturen als auch in erkrankten Mäusen hemmt. Zudem konnten sie das Molekül im Tierversuch erfolgreich intranasal verabreichen. „Diese Studie belegt erstmals, dass let-7 als Tumorsuppressorgen fungiert.

Da multiple Zelllinien und Tiermodelle benutzt wurden, liegt die Vermutung nahe, dass let-7 bei einer großen Anzahl von Lungenkrebspatienten mit Erfolg therapeutisch verabreicht werden könnte“, mutmaßt Slack.

© hil/aerzteblatt.de


Links zum Thema www.aerzteblatt.de
http://www.yale.edu/

Euthanasie : Stimmen - Manipulation durch Einzelfall

Kaum ist Frau Sebire begraben, wird nicht vernachlaessigt, gleich eine Umfrage zu starten für aktive Sterbehilfe.

Mir schwebt immer noch folgende Aussage vor Augen: Einen Selbstmord hatte Sebire entschieden abgelehnt. Sie wünschte sich, dass ein Arzt ihr ein würdiges Sterben ermöglicht.

Ja Selbstmord erfordert sehr viel Mut, und ich muss zugegeben, bei meiner ersten Krebsdiagnose hatte ich den Cocktail auch vor mir stehen, NUR ihn auch zu TRINKEN?
Nein ich habe mich fürs Leben entschieden und fürs Kämpfen in einer Gesellschaft voller Tabu's gegenüeber Krebskranken (1999 noch schlimmer als heute).

Anstatt gleich nach Sterbehilfe zu schreien, wäre es vielleicht nicht angebrachter wirkliche Anlaufstellen für Krebskranke zu schaffen und hier auch medial mehr aufzuklären.

NUR HIER IN LUXEMBURG FÜRCHTEN SCHON ZAHLREICHE LEUTE SICH IN EINER LISTE GEGEN STERBEHILFE EINZUTRAGEN, DA IHR KIND DADURCH VIELLEICHT KEINEN ARBEITSPLATZ ERHÄLT ??????? WO LEBEN WIR ?????


Hier der Auszug © kna/aerzteblatt.de" 28.03.2008

" Neun von zehn Franzosen wollen Sterbehilfe- "Paris – 51 Prozent der Franzosen haben sich in einer Umfrage „völlig einverstanden“ mit der Forderung erklärt, aktive Sterbehilfe unter bestimmten Umständen zu erlauben. Weitere 40 Prozent hätten sich „ziemlich einverstanden“ mit dieser Haltung erklärt, berichtete der Fernsehsender France2 am Mittwoch.

Bei der Umfrage wurden am 20. und 21. März rund 1.000 Personen befragt. Sie entstand unmittelbar nach dem Tod einer an einer Tumorkrankheit leidenden Frau, die vergeblich vor Gericht um eine Genehmigung aktiver Sterbehilfe nachgesucht hatte. Ihr Schicksal hat eine neue Debatte über Sterbehilfe in Frankreich ausgelöst.

Mittwoch, 26. März 2008

Euthanasie Niederlande: Terminale Sedierung als Alternative zur Sterbehilfe

In den Niederlanden steigt die Zahl der Menschen, bei denen am Ende des Lebens eine terminale Sedierung durchgeführt wird. Häufig entscheiden sich Patienten, denen eine aktive Sterbehilfe versagt wurde, für diese Option, wie eine Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2008; doi:10.1136/bmj.39504.531505.25) zeigt.

Der Anteil aller Sterbenden, die vor ihrem Tod mit der expliziten Zielsetzung einer terminalen Sedierung mit Benzodiazepinen und/oder Morphinen behandelt wurden, ist in den Niederlanden zwischen 2001 und 2005 von 5,6 auf 7,1 Prozent gestiegen, wie Judith Rietjens und Mitarbeiter von der Erasmus-Universität in Rotterdam berichten.

Unter den Patienten, die in der letzten Lebensphase von Hausärzten versorgt wurden, hat sich die Rate der terminalen Sedierung sogar von 3,9 auf 6,6 Prozent erhöht. Am höchsten war sie jedoch mit 10 Prozent bei Menschen, die von Klinikärzten betreut wurden: Demnach erhielt jeder zehnte Patient, der in der Klinik starb, eine terminale Sedierung.

Gezählt sind hierbei allein Patienten, bei denen eine “Ende-of-Life”-Entscheidung getroffen wurde, bei denen also eine Lebensverkürzung in Kauf genommen wird. Innerhalb von vier Jahren ist die Zahl der Niederländer, die diese Form der Sterbebegleitung/Sterbehilfe wählten, um 1.800 Personen gestiegen, berichten die Public Health-Forscherin, die Fragebögen an 6.860 Ärzte verschickt hatte.

Der Rücklauf von 74 Prozent in 2001 und 78 Prozent in 2005 zeigt, dass niederländische Mediziner in dieser sensiblen Frage auskunftsbereit sind.

Während des gleichen Zeitraums nahm der Anteil der offiziellen Sterbehilfefälle um 1.200 Fälle ab – die Rate fiel von 2,6 auf 1,7 Prozent. Dies legt nahe, dass die terminale Sedierung zunehmend als Alternative zur Sterbehilfe gesehen wird.

Tatsächlich war bei jedem zehnten terminal sedierten Patienten vorher der Wunsch auf eine aktive oder passive Sterbehilfe abgelehnt worden. Ob die terminale Sedierung eine Form der Sterbehilfe (Lebensverkürzung) ist oder zur Sterbebegleitung (Palliation) gehört, ist umstritten und im Einzelfall schwer zu bestimmen.

Die Wahl der Medikamente liefert hier vielleicht Hinweise: In 83 Prozent benutzten die Ärzte primär Benzodiazepine, die das Leben im Allgemeinen nicht verkürzen. Allerdings erhielt etwa die Hälfte dieser Patienten zusätzlich Morphin.

Eine primäre Morphinbehandlung (ohne Benzodiazepine), was die Intention einer Sterbehilfe nahelegt, erhielten 13 Prozent der Patienten. Bei etwa der Hälfte der Patienten dauerte die terminale Sedierung weniger als 24 Stunden. Länger als eine Woche wurden nur sechs Prozent der Patienten sediert.


http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=31797

© rme/aerzteblatt.de

Zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern in Deutschland

In Deutschland werden mehr Krankenhäuser an private Investoren verkauft als in anderen vergleichbaren Industrieländern. Der Marktanteil renditeorientierter Klinikkonzerne liege hierzulande inzwischen bei 14,1 Prozent, berichtet der „Tagesspiegel“ vom Samstag unter Berufung auf eine Erhebung der Gewerkschaft Verdi. Damit habe Deutschland selbst die USA mit einem Marktanteil von 14,0 Prozent überholt.

Höher sei die Rate nur noch in Frankreich, wo allerdings in den vergangenen zehn Jahren keine einzige Klinik mehr privatisiert worden sei. Außerdem gehörten die Häuser meist kleinen lokal verwurzelten Trägern, sagte Verdi-Experte Niko Stumpfögger. Kliniken mit über 70 Betten seien in Frankreich fast ausnahmslos in öffentlicher Trägerschaft.

Der deutsche Klinikmarkt werde von vier Konzernen beherrscht, sagte Stumpfögger. Dies seien die Rhön-Klinikum AG mit 31.800 Beschäftigten, die Fresenius-Helios Gruppe mit 30.000, die Asklepios Kliniken mit 28.200 und die Sana Kliniken AG mit 14.500 Beschäftigten. Eine Folge der zunehmenden Privatisierung könne die Abhängigkeit von diesen Konzernen werden, warnte der Experte.

Schließlich behalte die öffentliche Hand ihren Versorgungsauftrag. Bei drohenden Klinikschließungen müsse sie entweder einspringen oder die Bedingungen der Betreiber akzeptieren. © afp/aerzteblatt.de

Samstag, 22. März 2008

Euthanasie Luxembourg - Collège médical prise de position

copyright Luxemburger Wort vom 22. März 2008 - weitere Informationen unter www.wort.lu

Hiermit ist wohl die klarste Aussage, die bis dato gemacht wurde, publiziert worden!

Euthanasie Luxemburg NEIN


copyright Luxemburger Wort - 22. März 2008 mehr Informationen unter www.wort.lu

Und es gibt sie also doch! Leute die oeffentlich noch nein sagen und reagieren! Ein Hoffnungsschimmer!

Euthanasie in Luxemburg - Aerztevereinigung bezieht Stellung

copyright Luxemburger Wort vom 21. März 2008 Weitere Informationen auf www.wort.lu

Euthanasie Luxemburg - Keine Parteipolitik, wie bitte?

copyright Luxemburger Wort vom 21. März 2008 weitere Artikel unter www.wort.lu

Auch die CSV sollte aus dem Thema kein Wahlthema machen und versuchen sich anzupassen! Warum? Auch wenn eine Person da vielleicht meint, nicht modern genug zu sein, und seine eigene Parteikollegin MJF zwang ihre gemachte Aussage zurueckzunehmen betreffend des C von "Christlicher" Partei.????

Ich weise nochmal drauf hin, dass das hier ein persoenlicher Blog ist und kein politischer oder gar geschäftlicher!

Euthanasie - Luxemburger Erzbischof warnt vor aktiver Sterbehilfe

Luxemburg – Der Luxemburger Erzbischof Fernand Franck hat vor der Legalisierung der aktiven Sterbehilfe im Großherzogtum gewarnt. Was in seltenen Grenzfällen plausibel erscheine, dürfe nicht zum Maßstab einer allgemeinen Gesetzgebung werden, erklärte Franck in einer öffentlichen Stellungnahme. Ein Recht auf Töten könne es nicht geben.

Ausdrücklich befürwortete der Erzbischof die sterbebegleitende Palliativmedizin. Schmerzen und Leiden dürften und sollten bis aufs Äußerste bekämpft werden. Das gelte auch noch dann, wenn das Risiko einer Lebensverkürzung beziehungsweise der Verlust des Bewusstseins in Kauf genommen werden müsse. Die harte Grenze zwischen Töten auf Verlangen und würdigem schmerzfreien Sterben dürfe man aber nicht aufweichen.

Im Februar hatte das Luxemburger Parlament in erster Lesung mit knapper Mehrheit die Zulassung von aktiver Sterbehilfe und Beihilfe zum Selbstmord beschlossen. Das Gesetz sichert Ärzten unter bestimmten Voraussetzungen Straffreiheit zu. Für den von Sozialisten und Grünen eingebrachten Entwurf stimmten 30 Abgeordnete, 26 stimmten dagegen, 3 enthielten sich. Der Fraktionszwang war für die Abstimmung aufgehoben. Gleichzeitig billigte das Parlament einstimmig auch einen Gesetzentwurf zum Ausbau der Palliativmedizin.

Laut Votum des Staatsrates müssen beide Gesetze in zweiter Lesung erneut im Parlament beraten werden. Franck appellierte an die Abgeordneten, diese Denkpause zu nutzen. Dem Töten auf Verlangen müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Humanes Sterben heiße, an der Hand eines Menschen zu sterben und nicht durch die Hand eines Menschen.

© kna/aerzteblatt.de


Deutsches Ärzteblatt viele interessante Artikel unter www.aerzteblatt.de

Montag, 10. März 2008

Neuromarketing – Der gläserne Mensch

Sehen Sie was wir denken?

Was verbindet Marktforschung mit Radiologie? Herkömmliche Verfahren zur Untersuchung der Reizverarbeitung im Gehirn des Konsumenten stoßen an ihre Grenzen, da die Ergebnisse dieser Forschungsmethoden einen subjektiven Spielraum zur Interpretation der gewonnenen Daten lassen.

Modernste Technologien wie funktionelle Magnetresonanztomografie ermöglichen es, unterbewusstes Kaufverhalten zu analysieren – ein nicht unumstrittener neuer Aspekt des Marketings hat sich entwickelt.

Trotz genauer Marktforschung müssen jährlich rund 80 Prozent aller neu entwickelten Produkte nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen werden. So wichtig und richtig die heutigen Erkenntnisse der Psychologie und der empirischen Marktforschung sind, sie haben einen grundlegenden Mangel: Sie entstehen durch Beobachtung des Kaufverhaltens oder durch Befragung. Was dabei tatsächlich im Kopf des Kunden vorgeht, welche Motivations- und Emotionssysteme dabei tatsächlich im Gehirn
ablaufen und wie diese das Kaufverhalten steuern, bleibt diesen Forschungsrichtungen aber weitgehend verborgen.

Am derzeit in Wien stattfindenden Europäischen Radiologenkongress (ECR), bei dem rund 17.000 Experten aus über 100 Ländern tagen, werden neue Erkenntnisse und Entwicklungen auf dem Gebiet der Neuroradiologie vorgestellt und diskutiert.

So wurden am Kongress neue Studien an MRT-Scannern mit einer Feldstärke von 7.0 Tesla (T) vorgestellt. „Derzeitiger medizinischer Standard in unseren Spitälern sind 1,5 T Scanner und in zunehmendem Maße 3.0 T Scanner,“ erklärt Dr. Thomas Meindl, Institut für Klinische Radiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, und fügt hinzu, dass die Signalausbeute theoretisch linear mit der Feldstärke ansteigt und dass funktionelle Untersuchungen mit einer höheren Feldstärke die aktivierten Areale deutlich besser zur Darstellung brachten und zusätzlich auch neue Aktivitätsareale gefunden werden konnten, welche sich mit 1,5 T nicht darstellen ließen.

Mit noch höherer Feldstärke sollte daher ein nochmaliger Zuwachs an Aktivierungen verbunden sein.

So könnten kleine und kleinste anatomische Strukturen, welche an höheren kognitiven Leistungen, zu denen Entscheidungen im Markenbereich zweifelsohne gehören, beteiligt sind nachgewiesen werden. In den nächsten Jahren ist der Einsatz von Scannern mit einer Feldstärke von 7.0 T und mehr jedoch sicherlich noch einzelnen Forschungszentren vorbehalten. Es gilt noch viele v.a. technische Probleme zu lösen, bis diese Scanner zum breiteren Einsatz kommen können.

Neuromarketing ist eine interdisziplinäre Verknüpfung der Radiologie, Neurologie, Neuropsychologie mit der Marktforschung. Das Ziel des Neuromarketings ist es, ein besseres Verständnis der Zustände und Prozesse der Affekte und Kognitionen im menschlichen Gehirn und dadurch eine Ableitung über die wahren Bedürfnisse und Wünsche von Konsumenten zu erhalten.

Ethische Aspekte müssen dabei selbstverständlich berücksichtigt werden. Durch die in den 90er Jahren entwickelte funktionelle Magnetresonanztomografie (fMR, fMRT) konnte die entscheidende Grundlage für diese neue Entwicklung geschaffen werden. Sie ist daher momentan die im Rahmen der marketingspezifischen Gehirnforschung am meisten beachtete Methode.

„Neuromarketing ist sicherlich ein Hype; dies liegt sicher in der Tatsache begründet, dass Firmen viel Geld für die Vermarktung eines Produkts ausgeben, ohne zu wissen ob die Werbung wirkt. Man erhofft sich objektive Informationen über die Wirkung der Werbung zu erhalten, unterstrich Dr. Meindl.

Die funktionelle Magnetresonanztomografie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung des Gehirns und seiner Funktion. Es besticht einerseits durch eine hohe räumliche Auflösung und andererseits durch die Möglichkeit aktive Hirnstrukturen zu erkennen. Die Methodik kommt ursprünglich aus der Medizin und dient primär der Darstellung pathologischer, krankhafter Prozesse des Gehirns.

Relativ früh wurde das Potential dieser Methode von der Psychologie erkannt und ergänzt die klassischen neuropsychologischen Verfahren der Probandentestung mittels Fragebögen zum Verständnis der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Die Funktion vieler verschiedener kleiner und kleinster anatomischer Strukturen des Gehirns und ihre Interaktion während komplexer Denkprozesse konnten bisher identifiziert werden.

Im Unterschied zur herkömmlichen (strukturellen) Magnetresonanztomografie kann hier der Sauerstoffverbrauch von Gehirnarealen dargestellt werden, wodurch Rückschlüsse auf die Aktivität gezogen werden können. Mit Hilfe der hoch auflösenden Bilder können auch gedankliche Prozesse – also Wahrnehmungen und Gefühle – visuell dargestellt werden.

In dieser spezifischen Anwendung können bewusste oder unbewusste Kaufmotivation sowie Wirkungsweisen von Werbebotschaften bildlich festgehalten werden und ermöglichen Rückschlüsse auf die für das menschliche Gehirn ausschlaggebenden Reize.

Das Ziel des Neuromarketings ist somit ein besseres Verständnis von Affektabläufen und Prozessen im menschlichen Gehirn, die bislang unsichtbaren Zustände und Prozesse, welche die Entscheidung eines potenziellen Konsumenten für oder gegen ein Produkt steuern, zu erforschen und sie in Beziehung zu sichtbaren Verhalten zu setzen.

So löst die Darstellung von Produkten, mit denen sich ein Konsument stark identifiziert, ein anderes Aktivitätsmuster aus als Marken, die weniger im Bewusstsein eines Konsumenten verankert sind. Es konnte nachgewiesen werden, dass starke Produktmarken Bereiche aktivieren, die eine zentrale Rolle beim positiven emotionalen Bewerten von Handlungen spielen.

Je stärker ein Konsument emotional aktiviert wird, desto höher ist seine Aufnahmebereitschaft und desto besser seine Informationsverarbeitung. Der entscheidende Faktor ist, dass auf Emotionen basierende Handlungen „aus dem Bauch heraus“ stattfinden und im Nachhinein oft nicht logisch erklärt werden können.

Mit der Weiterentwicklung dieser Technologie könnte der Weg der Produkte von der Kommunikation über das Einkaufserlebnis bis in den Besitz des Konsumenten nachgezeichnet werden. Damit kann man zwar nichts an den Bedürfnissen des einzelnen Konsumenten ändern, wohl aber verstehen wie diese im Gehirn repräsentiert sind und wie Kaufentscheidungen entstehen.

Der Europäische Radiologenkongress (European Congress of Radiology, ECR) ist der jährlich stattfindende Kongress der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (European Society of Radiology, ESR). Mit über 17,000 Teilnehmern aus mehr als 100 Ländern und rund 1,700 wissenschaftlichen Vorträgen ist der ECR die größte Radiologieveranstaltung in Europa.


-apa, ots -

Strahlende Prognosen - Fortschritte in der Computertomographie

Da die Strahlendosis von verschiedenen Faktoren abhängt, wie zum Beispiel der Anzahl und Dicke der Schichtaufnahmen oder dem zu untersuchenden Bereich, ist es schwer, eine allgemein gültige Aussage über die Strahlenbelastung für den einzelnen Patienten zu treffen. Nicht zuletzt ist die Strahlenempfindlichkeit der Gewebe sehr unterschiedlich.

Bei einer CT-Untersuchung des Schädels ist der Patient einer Exposition von etwa drei Milli-Sievert (abgekürzt mSv) ausgesetzt, bei einer Wirbelsäulenuntersuchung sind es etwa sieben mSv, und eine Untersuchung des Bauchraumes ist mit etwa 20 mSv effektiver Dosis angegeben.

Im Allgemeinen ist die Strahlenbelastung deutlich höher als bei einer 'normalen' Röntgenuntersuchung. Der diagnostische Nutzen überwiegt jedoch meistens gegenüber dem Strahlenrisiko. Dennoch sollte der Patient zuvor mit dem Arzt über die Notwendigkeit der Untersuchung sprechen, auch um unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden.

Selbst wenn bei einer Untersuchung nur relativ geringe Strahlenmengen den Patienten belasten, sollte man diese dennoch nicht vernachlässigen. Aufgrund von Erkenntnissen über die Wirkung schwacher energiereicher ionisierender Strahlung (eine solche ist die Röntgenstrahlung) auf den Menschen kann man jedoch erwarten, dass das dem Patienten entstehende Risiko äußerst gering ist.

Gegenüber dem Strahlenrisiko ist das Risiko abzuwägen, das aus einer nicht durchgeführten Untersuchung resultiert, zum Beispiel infolge einer falschen Einschätzung der Ausbreitung eines Tumors.


-apa, ots -

Sonntag, 9. März 2008

Widersprüche sollen aufgelistet werden

Frau Dickes-Mutsch
Artikel auf Luxemburger Wort weitere Infos auf http://www.wort.lu/

Legalisierung der Euthanasie - Leserbrief Luxemburger Wort

Aus dem Luxemburger Wort Leserbriefe: Weitere koennen and wort@wort.lu geschickt werden, Weiter Informationen unter www.wort.lu

Hirnscan: Die Gedanken sind nicht mehr frei

Hirnforschern aus den Vereinigten Staaten ist eine Entwicklung gelungen, die sich nach Science-Fiction-Film anhört: Die Wissenschaftler entwickelten ein computergestütztes Gerät, das zeigen kann, was andere sehen. Ärzte könnten diese Technik vielleicht einmal nutzen, um Hirnschäden bei Schlaganfallpatienten oder Altersdemenz untersuchen, erklärte US-Forscher Jack Gallant von der kalifornischen Universität Berkeley am Mittwoch. Und Querschnittsgelähmte könnten möglicherweise per Fernbedienung bestimmte Geräte bedienen, indem sie eine Reihe von Bildern vor ihrem geistigen Auge ablaufen ließen.

Für ihre Entwicklung gingen die Wissenschaftler zum Selbstversuch über, berichten sie in Nature .Zwei von ihnen ließen per Magnetresonanzverfahren ihre Gehirnströme messen, während sie rund 1.700 verschiedene Bilder ansahen, von Blumen und Bäumen über Pferde bis zu Gebäuden. Der Scanner zeichnete die Aktivität auf, die in den verschiedenen Bereichen des Gehirns entstand.

Im Anschluss sahen die beiden Forscher sich 120 neue Bilder an, bei denen die Gehirnströme noch nicht gemessen waren. Mit den Daten, die der Scanner bei den vorigen Bildern gespeichert hatte, und den Daten, die die Wissenschaftler jetzt im Gehirn ihrer Kollegen maßen, suchte der Computer das Bild, das am nächsten herankam. Bei einem der beiden Wissenschaftler sei dies bei 92 Prozent der Bilder genau gelungen, beim anderen bei 72 Prozent.

Es sei wie bei einem Zauberer, der einen Zuschauer zufällig eine Karte aus einem Stapel ziehen lasse und dann herausfinden könne, welche Karte es sei, erklärte Gallant. Der Zuschauer ziehe heimlich eine Karte und lasse dann per Scanner messen, was in seinem Gehirn vor sich geht, während er sie anschaue.

In den Computer sei zuvor eingespeist worden, was für Gehirnströme bei allen einzelnen Karten aus dem Stapel entstehen. Auf dieser Grundlage suche der Computer nach dem passenden Bild.

-afp - inar, ots -

Weitere Informationen aus dem INI Hannover zu diesem Thema werden folgen. Sollte ich mit einem komplett kopierten Artikel Verfasser St. Schleim, ihm zu nahe getreten zu sein, bitte ich um Entschuldigung.

Dies ist kein Blog um Geld zu verdienen! sondern wird von einer fruehren Printjournalistin gemacht, die normalerweise nicht mehr unter den Lebenden waere!

Lieber Herr Schleim, es gibt mittlerweile in Deutschland onlinenews die sehr geschaeftstuechtig sind und gleich die volle Internetseite integrieren, Photos manipulieren wofuer wir andere viel Geld zahlen muessen, oder lange in der Branche sein und eigene Fotografen haben!

Aber das sind Deutsche und gegen die komme ich zB nicht an, aber den deutschen Medien scheint dieser Fall von "KLAU" egal zu sein.

Samstag, 8. März 2008

Molekulare Bildgebung - Entwicklungen der letzten 10 Jahre

Wien am Samstag 8. März 2008 (ECR) –

Molekulare Bildgebung ist ein unglaublich dynamisches Feld, es verspricht fantastische Fortschritte bei der Entdeckung und Behandlung zahlreicher Krankheiten inklusive Krebs, neurodegenerativer Erkrankungen und kardiovaskulärer Pathologien, insbesondere Atherosklerose, der Hauptursache für Herzinfarkte. Die Forschung betreffend Zelltherapien in der regenerativen Medizin hat sich schnell weiter entwickelt.

Auch wenn es noch ein paar Jahre bedarf bevor die Technik auch klinisch anwendbar sein wird, vor allem auch wegen der Entwicklungs- und Genehmigungsverfahren betreffend Marker, sollten Radiologen ihr Interesse in anderen Disziplinen verstärken, um die Forschung noch weiter voranzutreiben.

Dank der letzten Entwicklungen bei der molekularen Bildgebung (MI) wird das Aufspüren von Molekülen und Zellen im menschlichen Körper, um eine Krankheit in ihrem Anfangsstadium zu erkennen, oder zu bestimmen, wie Medikamente auf ein bestimmtes Organ oder System wirken, bald möglich sein. Aber wann?

Wie weit hat sich die MI-Forschung wirklich seit ihren ersten Schritten vor 10 Jahren entwickelt? Ziemlich weit im Bereich Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
Zelltherapien in der regenerativen Forschung, laut zwölf Wissenschaftern, die den Stand der Dinge bei der MI auf dem Europäischen Radiologenkongress (ECR) präsentieren, der derzeit in Wien stattfindet.


Dynamische Forschung

Molekulare Bildgebung ist die Darstellung von molekularen Stoffwechselwegen in lebenden Organismen ohne invasive Verfahren. Spezielle sogenannte molecular probes werden zur Erkennung verschiedener Zielobjekte oder molekularer Wege entwickelt. Sie bestehen aus einem spezifischen, biologisch aktiven Element, das verbunden mit Kontrastmitteln, erlaubt, diese durch spezielle Abbildungsmethoden zu erkennen (fluoreszierend, MRT, Nuklearmedizin).

Die Fähigkeit, sehr feine molekulare Veränderungen zu beobachten, eröffnet eine Vielzahl von medizinischen Anwendungsmöglichkeiten inklusive der Früherkennung und Therapie von Erkrankungen sowie auch für die pharmazeutische Grundlagenforschung. Diese vielversprechenden Aussichten haben Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet gefördert.

Spezialisten sagen voraus, dass auf MI basierende Krebsforschung sehr rasch voranschreitet und innerhalb der nächsten 5 Jahre das klinische Stadium erreicht werden kann.

Zelltherapien in der regenerativen Medizin könnten ebenfalls bald verfügbar sein, da die klinischen Studien in der zellularen Bildgebung bereits von einem Team in Europa durchgeführt wurden.

„Das könnte durchaus innerhalb der nächsten 3 oder 4 Jahre erfolgen, speziell bei Diabetes mit transplantierten Pankreaszellen“, sagte Prof. Olivier Clément, Radiologe des Hôpital européen Georges Pompidou in Paris, Frankreich, voraus.


Vielversprechendes Potential bei Atherosklerose

Ein anderes Gebiet, in dem MI-Forschung weit fortgeschritten ist, ist die Erkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Nummer Eins der Todesursachen weltweit. Speziell die Beobachtung von atherosklerosen Plaques steht hier im Blickpunkt.

Atherosklerose ist eine chronisch entzündliche vaskuläre Erkrankung. Sie beeinträchtigt arterielle Blutgefäße und ist die häufigste Ursache für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Bei einem derartigen Entzündungsprozess sind viele Zell- und molekulare Vorgänge in jeder Phase des Verlaufs der Atherosklerose involviert, von der frühen krankhaften Bildung von Fettablagerungen bis hin zur aufbruchgefährdeten Plaque“, erklärte Prof. Emmanuelle Canet-Soulas, Physiologin an der Universität von Lyon 1, Frankreich.

Atherosklerose Plaquemoleküle werden derzeit am besten unter Verwendung von zwei Substanzen, beispielsweise einer Kombination aus Magentresonanztomographie (MRT)- oder Ultraschall (US)-Kontrastmittel, mit einem radioaktiven Tracer aufgespürt. Sie können auch durch MRT, US oder durch andere optische oder radioaktive Methoden aufgespürt werden; eine Kombination, die beides bietet, nämlich exakte Lokalisierung und hohe Sensibiliät.

Jedenfalls wird keine Option vernachlässigt, bekräftigte Canet-Soulas. „Molekulare Bildgebung ist hybrid; man kann sie grundsätzlich mit Allem kombinieren, keine Möglichkeit sollte ausgeschlossen werden.“

Bei Atherosklerose ist es von großer Bedeutung zu wissen, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist und ob eine spezielle Stelle kurz vor dem Aufbruch steht. In dieser Situation würde man beispielsweise einen radioaktiven Tracer für ein SPECT- oder PET-Verfahren verwenden in Kombination mit einem hochauflösenden CT-Scan, für eine präzise Lokalisierung.

Anderseits erlaubt MRT die Darstellung von feinen anatomischen Details mit hohem natürlichem Kontrast. Der Entwicklung einer neuen MRT Substanz für MI ist jedoch ein langer Prozess. Dasselbe gilt für US und CT.

Optical probes sind in der Molekularbiologie wohl bekannt, aber ihre in-vivo Anwendung und ihre Übertragung auf klinische Studien ist überaus komplex, sagte Canet-Soulas. „Radioaktive Probes sind sicherlich weiter fortgeschritten als alle anderen Methoden für klinische Anwendungen, aber nukleare Bildgebung liefert weniger morphologische Details als andere“, fügte sie hinzu.

So werden im vorklinischen Stadium hybride MI-Substanzen bevorzugt, die zumindest mit zwei Bildgebungstechniken dargestellt werden können. Für die klinischen Anwendungen muss hingegen auch die schnelle Weiterentwicklung in der Scanner-Technologie (Hardware und Software) berücksichtigt werden.


Marker: ein langer Weg vom Labor zum Markt

MRT-, Jod- und Ultraschallkontrastmittel bieten für MI ein großes Potential. „Aber in diesem Feld sind wir noch in der vorklinischen Stufe, weil diese potentiellen neuen Marker noch für die klinische Verwendung genehmigt werden müssen“, führte Canet-Soulas aus.

Wie jedes andere Arzneimittel muss auch ein Marker alle vorklinischen und klinischen Schritte durchlaufen, um die Genehmigung zu erhalten. Deshalb muss er an gezielt ausgewählten Patientengruppen getestet werden, bevor er auf den Markt gebracht wird, ein Prozess, der in der Regel Jahre dauert. Allerdings kann bei MI Markern selbst die Auswahl von Patientengruppen schwierig sein.

„Für kardiovaskuläre Anwendungen kann ich mir die Genehmigung eines MI-Kontrastmittels nicht vor Ablauf von 5-10 Jahren vorstellen“, fasste Canet-Soulas zusammen, die in vorklinischen Tests mit Mäusen arbeitet. MI wird eine Schlüsselrolle in der personalisierten Medizin und bei der Entdeckung von Arzneimitteln spielen, um die Lücke zwischen vorklinischer und klinischer Evaluierung von potentiellen Substanzen zu schließen.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor liegt in den unbekannten Auswirkungen mancher Kontrastmittel auf die Gesundheit.

Im Jänner 2006 zeigte eine Studie, dass die Verwendung von Gadoliniumkontrastmitteln ein Risiko für nephrogene systemische Fibrose (NSF) birgt, eine potentiell tödliche Krankheit bei Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium (ESRD).

„MRT-Kontrastmittel werden als sehr sicher eingestuft; zahlreiche Tests wurden bereits an Kleintieren durchgeführt. Das ist aber natürlich keine Garantie, dass nicht unerwartete Nebenwirkungen im Laufe des Post-Marketings auftreten”, kommentierte Clément.


Kooperation: die Essenz der molekularen Bildgebung

Entgegen ihrem Namen gehört die molekulare Bildgebung nicht zur Radiologie. Radiologen, aber auch Biologen, Physiologen, Onkologen, Medizintechniker und Nuklearmediziner – um nur einige zu nennen – arbeiten in diesem Feld, was zeigt, dass es mit vielen Fachgebieten verknüpft ist.

„Tatsächlich gehört es nirgends dazu“, betonte Clément. Folglich ist die Zusammenarbeit zwischen Partnerdisziplinen absolut notwendig für Fortschritte in der Forschung. Organisationen wie das European Institute for Biomedical Imaging Research (EIBIR), das Physiker und Radiologen zusammenbringt, spielen eine Schlüsselrolle auf diesem Gebiet.

„Aber Radiologen selbst sollten ihre Interessen auch in Partnerdisziplinen wie Biologie und Immunologie ausweiten, um sich ihren Platz in der MI-Entwicklung zu sichern“, sagte Clément.

Der Europäische Radiologenkongress (European Congress of Radiology, ECR) ist der jährlich stattfindende Kongress der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (European Society of Radiology, ESR). Mit über 17,000 Teilnehmern aus mehr als 100 Ländern und rund 1,700 wissenschaftlichen Vorträgen ist der ECR die größte Radiologieveranstaltung in Europa.


- Mélisande ROUGER, European Society of Radiology - ESR-

ACHTUNG Heparin-Rückruf auch in Deutschland

Neben den USA steht möglicherweise auch in Deutschland ein Heparin-Skandal bevor.

Nach dem Auftreten von zum Teil schwerwiegenden allergischen Schockreaktionen musste die Firma Rotexmedica aus Trittau in Schleswig-Holstein sämtliche Chargen von Heparin-Rotexmedica vom Markt zurückrufen.

Eine entsprechende Verfügung erging nach Absprache mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durch das Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein. Im Rote-Hand-Brief von Mitte der Woche ist noch von bestimmten Chargen die Rede. Nach der aktuellen Pressemitteilung des BfArM umfasst der sofortige Rückruf dagegen sämtliche Chargen von Heparin-Rotexmedica.

Die vorsorgliche Maßnahme gelte aber nicht für sogenannte fraktionierte Heparine, die zur Prävention von Thromboembolien angewendet werden. An die Patienten, die heparinhaltige Arzneimittel zur Injektion anwenden, erfolgt der Rat, die Behandlung keinesfalls ohne vorherigen Rat durch einen Arzt zu beenden.

Auslöser für die Maßnahme waren zunächst drei beim BfArM eingegangene Berichte über Verdachtsfälle von allergischen Schockreaktionen, die auf einen Qualitätsmangel des Produktes hindeuteten, teilt das BfArM mit. Parallel dazu erhielt die Landesbehörde von einem Verbund verschiedener Dialysezentren die Information, dass möglicherweise bis zu 80 weitere Fälle von allergischen Reaktionen mit diesem zur Injektion bestimmten Produkt aufgetreten seien.

In den USA ist es in den letzten Wochen zu mehr als 700 ähnlichen Zwischenfällen gekommen. Auch sie betrafen vorwiegend Patienten auf Dialysestationen, und wie in Deutschland kam es auch zu allergischen Schockreaktionen. Damit stellt sich den Behörden die Frage nach einem Zusammenhang. In den USA verdichten sich die Hinweise, dass die Zwischenfälle die Folge von Kontaminationen sind, die möglicherweise bei den Herstellern des Rohheparins entstanden sind.

Die US-Firma Baxter, die in den USA etwa 50 Prozent des Marktes beliefert (in Deutschland aber keine Heparine vertreibt), hat den Rohstoff von einer chinesischen Tochterfirma in Changzhou bei Shanghai des US-Herstellers Scientific Protein Laboratories erhalten. Die Tochterfirma wurde von Großhändlern beliefert, die wiederum das Ausgangsmaterial für die Heparinherstellung – Schweinedärme – bei Farmern bezogen hat.

Die FDA musste in den vergangenen Wochen einräumen, dass sie die Handelswege in China teilweise nicht nachvollziehen kann. Außerdem hatte sie die Firma in Changzhou nicht inspiziert, was nach dem amerikanischen Arzneimittelgesetz eigentlich vorgesehen ist. Europäische Aufsichtsbehörden sollen noch seltener als amerikanische Inspektionen in China durchführen, beklagte jüngst ein Chemieverband. Auch sollen die Möglichkeiten, nach Entdeckung von Mängeln auf eine Schließung von Produktionen zu drängen, geringer sein.

Noch ist unklar, wo die Verunreinigungen in das Heparin gelangten. Scientific Protein Laboratories hat gegenüber der US-Presse erklärt, dass die Zwischenfälle in Deutschland gegen eine Spur nach China sprächen. Das muss aber nicht zutreffen. China ist der weltweit größte Hersteller von Rohheparinen, und nach Angaben der dortigen Außenhandelskammer geht der größte Teil nach Deutschland (13 Tonnen pro Jahr). Nach Frankreich werden 11 Tonnen und in die USA zehn Tonnen exportiert (Angaben nach New York Times).

Die Firma Rotexmedica, die zur französischen Groupe Panpharma gehört, hat bisher nicht bekannt gegeben, ob sie das Rohheparin aus China bezog. Ein Sprecher des BfArM erklärte hingegen die Wirkstoffe seien aus China geliefert und möglicherweise auch in Österreich und Frankreich auf den Markt gebracht worden.

US-Forschern ist es in den letzten Tagen gelungen, ein Nachweisverfahren für die Verunreinigungen zu entwickeln. Sie können mittels kapillarer Elektrophorese und 1H-NMR Spektroskopie von den Heparinen unterschieden werden. Deutsche und amerikanische Behörden stehen bereits in Kontakt.

Die FDA hat angeordnet, dass auch andere (bisher nicht betroffene) Hersteller ihre Chargen testen müssen. Dies dürfte auch in Deutschland bevorstehen. Die Ermittlung der Ursache ist bei den Behörden in Deutschland und in den USA noch nicht abgeschlossen, teilte das BfArM mit. © rme/aerzteblatt.de

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Ältere Patienten bräuchten zu viel Pflege - Mord durch Krankenpfleger

Krankenpfleger erhält wegen Mordes an Patientinnen lebenslänglich

Wegen vierfachen Mordes an älteren Patientinnen ist ein britischer Krankenpfleger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Richter John Griffith Williams bezeichnete den 32-jährigen Colin Norris bei der Urteilsverkündung am Dienstag in Newcastle als „durch und durch bösen und gefährlichen Mann“. Er empfahl, den Verurteilten frühestens nach 30 Jahren freizulassen.

Die Geschworenen hatten Norris am Montag schuldig gesprochen. Sie sahen es als erwiesen an, dass er vier Frauen im Alter zwischen 79 und 88 Jahren nach Hüft-Operationen im nordenglischen Leeds durch eine Überdosis Insulin tötete. In einem fünften Fall wurde er wegen versuchten Mordes an einer 90-Jährigen für schuldig erklärt.

Kriminalbeamte waren dem Krankenpfleger auf die Spur gekommen, weil sich die Todesfälle während dessen Schichten ereigneten. „Sie sind ein arroganter und manipulativer Mann mit einer wahrhaften Abneigung gegen ältere Patienten“, sagte Richter Williams am Dienstag zu Norris. Der Verurteilte sei „vor allem faul“ und der Ansicht, ältere Patienten bräuchten zu viel Pflege.

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